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Blackberry Verbot bei Französischer Regierung
Mitglieder des französischen Kabinetts dürfen den E-Mail-Push-Dienst Blackberry wegen möglicher Sicherheitsprobleme nicht mehr nutzen.
Wie die Zeitschriften Le Monde und die britische Financial Times berichten, hat das für die französische nationale Sicherheit verantwortliche SGDN (Le Secrétariat général de la Défense nationale) allen Mitarbeitern in den Büros des Ministerpräsidenten und des Präsidenten die Arbeit mit Blackberry-Geräten von RIM verboten. Es gebe ein zu großes Risiko der "Überwachung des E-Mail-Verkehrs durch Dritte", da alle Daten in ausländischen Rechenzentren von RIM zwischengespeichert werden.
Schon vor zwei Jahren hatten französische Sicherheitsbehörden unter der Leitung von Alain Juillet eine Studie veröffentlicht, in der vor Blackberry gewarnt wurde. Juillet verwies darauf, dass sogar in amerikanischen Bankenkreisen der E-Mail-Dienst Blackberry außen vor bleibe, wenn es um sensible Informationen gehe.
Die Skepsis gegen Blackberry-Produkte ist freilich nicht neu. Aus Angst vor Wirtschaftsspionage verzichtet der Mineralölkonzern Total vollständig auf den Einsatz dieser Technologie. Auch namhafte Konzerne aus Deutschland haben in der Vergangenheit ihre Bedenken angemeldet und wie z.B. Audi damit Schlagzeilen gemacht. Ende 2005 kam das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu dem Schluss, dass Blackberry für den Einsatz in sicherheitsempfindlichen Bereichen der öffentlichen Verwaltung und in spionagegefährdeten Unternehmen aufgrund einer unsicheren Architektur nicht geeignet sei. In Folge verzichtete die Bundeswehr auf den Einsatz von Blackberrys, und ein bereits abgeschlossener Großauftrag zwischen T-Mobile und dem Bundesverteidigungsministerium wurde storniert. Auf dem 22. Chaos Communication Congress präsentierten Hacker öffentlich diverse Schwachstellen in RIM-Geräten und dazugehöriger Infrastruktur.
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